Das Problem der Umsetzung

Eine Idee ist noch kein Geschäft, sagen viele Berater, wenn es um Start-ups geht. Denn eine Idee ist schnell niedergeschrieben, ebenso wie ein passender Businessplan mit Traumzahlen. Doch die Träume platzen schnell, wenn es an die Umsetzung geht. Gerade im Bereich Technologie werden Entwicklungszeiträume gerne falsch eingeschätzt. Kommt noch Hardware ins Spiel, wird die Lage noch schwieriger. Während Software mit einem überschaubaren personellen und finanziellen Aufwand entwickelt werden kann, steigen die Kosten bei Geräten schnell an.

Beispiel Pebble

Die Firma Pebble musst das feststellen. Das US-Unternehmen war ein Vorzeigekind von Silicon Valley, weil es einfache, aber gut funktionierende Smartuhren produzierte. Die ersten wurden sogar über Kickstarter finanziert. Nach einer erfolgreichen Plastikversion gab es ein Metallgehäuse, das Schwarz-Weiß-Display wurde durch einen LCD-Screen ersetzt. Auch wenn es eigentlich viele Käufer gab und die Uhr sich verkaufte, scheitere Pebble am Ende an den Produktionskosten. Denn die Teile wurde in China produziert und dort wollte man Vorkasse haben. Dafür reichten die Einnahmen nicht aus.

Projektmanagement ist wichtig

Zeit und Geld sind die bestimmenden Faktoren, wenn es um die Umsetzung geht. Wer sich früh eine Anschubfinanzierung sichern kann, hat zumindest schon mal ein Problem gelöst. Der Faktor Zeit ist nur durch eine Projektplanung in den Griff zu bekommen. Hier haben sich neue Wege wie Scrum und Kanban in der Softwareentwicklung etabliert. Dabei werden nur Teile der Software geschrieben und zunächst verbessert, bis dann das nächste Paket in Angriff genommen wird. Das ständige Feedback verbessert die Qualität und die Geschwindigkeit. Die Gründer müssen ein waches Auge auf die Zahlen haben. Die wichtigste Rolle ist der Soll-Ist-Vergleich: Dieser zeigt an, ob man im Zeitplan liegt, wie die Ressourcen genutzt sind und wie viel Geld noch vorhanden ist.

Das Produkt auf den Markt bringen

Eine weitere Hürde ist die Marktreife. Heute wird oft vom Minimum Viable Product gesprochen, also von einem Produkt, das gerade gut genug sein muss, um zu funktionieren. Es soll dann durch das Feedback der ersten Kunden, der Early Adopters, kontinuierlich verbessert werden. In machen Fällen funktioniert das , dennoch ist es mit einem Risiko verbunden. Denn wenn der Prototyp zu viele Fehler hat, könnten sich die ersten Interessenten schnell abwenden. Das betrifft dann nicht nur den Zeitplan, sondern kann schon sehr früh zu einem Imageproblem werden.

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